Aus der Seele

Die Bild-Zeitung will jetzt aber wirklich ins klassische Fernsehen – und bemüht eine eher metaphysische Maßeinheit. Huch, läuft "Was nun, Frau Baerbock?" nächste Woche bei einem Privatsender? Und weit unter dem Radar der meisten Medien kommt die allerumstrittenste netzpolitische Frage der vergangenen Jahre jetzt in den Bundestag. (Altpapier vom Di./ 13.4.)


Die Modernen Etablierten

... werden heftig umworben: Die Kulturradio-Debatte geht weiter. Das ZDF erntet großes bis überkandideltes Lob. Die EU hat medienpolitisch tatsächlich mal etwas Sinnvolles angestellt. Und setzen die "Querdenker" neuerdings lieber auf gedruckte Medien? (Altpapier vom Mi./ 7.4.)


Die eigentliche Reichweite

In den kaum überschaubaren Kritiken zu Angela Merkels vermutlich letztem Kanzlerin-Auftritt in Anne Wills Talkshow zeigt sich schönste Meinungsvielfalt. Der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow zeigt sich auch wieder öfter. Und RTL holt einen öffentlich-rechtlichen Sympathieträger nach dem anderen in sein Programm. (Altpapier vom Di./ 30.3.)


Dokumentarfilme sind Zeitdokumente

Aus der "Lovemobil"-Debatte ist die fast so spannende wie alte (und auch jetzt kaum zu lösende) Diskussion geworden, wieviel Inszenierung Dokumentarfilme vertragen. Bemerkenswert pragmatische Vorschläge gibt es aber auch. Außerdem: "Impfotainment" und Themen-Populismus. (Altpapier vom Mo./29.3.)


Deutsch-deutsche Medien-Zeitgeschichte

Stiftungen gibt es viele, auch wenn oder gerade weil es in den Details des Stiftungsrechts rasch kompliziert wird. Dass Stiftungen keineswegs immer gemeinnützig sind, mag noch einleuchten. Dass laut Abgabenordnung zwar "Modellbau und Amateurfunk" gemeinnützig sein können, nicht jedoch Journalismus, wie das junge Forum Gemeinnütziger Journalismus beklagt, ist da schon weniger nachvollziehbar ... (medienkorrespondenz.de-Kolumne über die Otto-Brenner-Stiftung und ihr Arbeitspapier "Schreiben Medien die Teilung Deutschlands fest?")


Authentischere Realität

Neuer Skandal um Dokus im Fernsehen? Zumindest sollten die "Lovemobil"-Eigenenthüllungen des NDR differenziert betrachtet werden. Hilft der deutsche Presserat Journalisten auf der "permanenten Gratwanderung" oder gerade nicht? Außerdem: Einer der einflussreichsten unterschätzten deutschsprachigen Filmregisseure ist vor Kurzem gestorben (Altpapier vom Di./ 23.3.)


Die Nebenrolle des Herrn Streeck

Über "ZDFzeit: Corona – Pandemie ohne Ende?" für t-online.de.


Fortschritte können auch wieder verloren gehen

Die "Cloud", aus der das meiste Internet kommt, ist ein wenig abgebrannt. Der Wahlkampf geht gerade erst los, und schon hagelt es Begriffe von "Debakel", "Desaster" bis "Staatsversagen". Wird Facebook ab Mai nicht mehr "Intermediär" oder "soziales", sondern ein ganz normales Medium sein? (Altpapier vom Di./ 16.3.)


Ein Radioereignis

Freitagabend 20.15 Uhr: Im Hauptfernsehprogramm der ARD ist das die Zeit, in der unter dem Werbespruch "Endlich Freitag im Ersten" besonders seichte, unterhaltsame Degeto-Spielfilme gezeigt werden. Die ARD kann aber auch anders. Das zeigte sie am 19. und 20. Februar, als ihre Kultur- und Informationswellen zeitgleich mit dem Deutschlandfunk das zwölfstündige vom Bayerischen Rundfunk produzierte Dokumentarhörspiel "Saal 101" ausstrahlten ... (aus epd medien 9/2021 zu "Saal 101"; vorübergehend online)


Olaf Scholz sieht "Mehrheit ohne die Union"

Kritik zur "Anne Will"-Talkshow vom So./14.3. auf t-online.de.