… … Ab 2000 war Brender zehn Jahre lang Chefredakteur des ZDF. Seine Bemühungen, dem Sender mit Sendungen wie „Ich kann Kanzler“ mehr junges Publikum zu bescheren, waren von bescheidenem Erfolg. Sein Wortwechsel in der „Elefantenrunde“ nach der Bundestagswahl 2005 mit dem gerade abgewählten, sich dessen aber noch nicht ganz bewussten Bundeskanzler Gerhard Schröder aber zählt zu den deutschsprachigen Youtube-Klassikern. … … (aus meiner “Bei Brender!"-Besprechung auf handelsblatt.com)
… … Vor diesen Hintergründen schon klar, dass ein paar 50.000 Dollar vom ZDF eher Peanuts darstellen. Zumal das ZDF sich bereits daran gewöhnt, für das Recht, als Gebühren-finanzierter Sender dennoch überall dort mitmischen zu dürfen, wo die jungen Zielgruppen sich aufhalten, draufzuzahlen… … (aus dem Altpapier vom Do./ 2.2.)
… … Andererseits, wer ihn auf den Kulturkampf-Trip geritten hat, war vermutlich Otto von Bismarck, den gestern jeder Netzbewohner auf dem Schirm oder im Ohr hatte (und dem heute jeder Blätterwaldbewohner an den für buntere Dinge vorgesehenen Stellen auf Seite 1 oder 3 begegnet), weil überraschend für das längst überkommene Medienabspielgerät namens Phonograph erstellter Audio-Content aufgetaucht ist. … … (aus dem Altpapier vom Mi./ 1.2.)
Das alte Wundertüten-Erfolgsrezept, für jeden etwas zu bieten (oder zumindest zu versprechen), heute setzt das Medienressort im aktuellen, breiten Sinn es geradezu archetypisch ein. Das klassische Fernsehen bietet News. Die sympathischen Datenkraken Google und Facebook einerseits, Politiker, die mit ihnen zurechtzukommen versuchen, andererseits verknüpfen sozusagen ihre Bemühungen, dem Datenschutz breite Aufmerksamkeit zu verschaffen… … (weiter im Altpapier vom Do./ 26.1.)
Am morgigen Donnerstag wird es mal wieder spannend am Kiosk, zumindest wenn man einer geschickten Parallelmontage des Tagesspiegels trauen möchte. Das Berliner Blatt peppt… … (weiter im Altpapier vom Mi./ 25.1.)
… Fazit: Erstens darf Marina Weisband gerne öfter in den Talkshowarenen auftreten. Denn ob man ihre Positionen teilt oder nicht - sie überraschen die Mitdiskutanten zumindest und könnten, falls man Weisband zu Wort kommen lässt, solchen in hektische Routine erstarrenden Telewahlkampf verhindern, wie er die zweite Hälfte der gestrigen Show bestimmte. Zweitens sollten Fragen wie die, wie denn die FDP gerettet werden soll, bitte nur noch in FDP-internen Runden diskutiert werden, und nicht mehr im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Das wäre sowohl im Interesse des öffentlich-rechtlichen Fernsehens als auch in dem der FDP (aus meiner Illnershow-Besprechung bei handelsblatt.com).
… Beim schnellen Blick in die PDFs bereiten zumindest die teilweisen Schwärzungen von Journalisten-E-Mail-Adressen Freude, sodass weder Spammer noch Whistleblower daraus erkennen können, wie, nur zum Beispiel, die E-Mail-Adresse des “Stern"-Redakteurs tillack.hans-martin hinter dem @-Zeichen weitergeht… … (aus dem Altpapier vom Do./ 19.1.)
Streik im englischsprachigen Internet. Heute bleibt die Original-Wikipedia schwarz. Kaum Streit ums deutsche Öffentlich-Rechtliche: Die GEZ-Gebühren bleiben auch in ihrer neuen Form erst einmal, wie sie waren - vor allem aus Ratlosigkeit… … (weiter im Altpapier vom Mi./ 18.1.)
… Geschickterweise steht über dem online derzeit nicht verfügbaren, auf S. 27 am Ende des Wirtschaftsressorts verborgenen Artikel jedoch nicht “medienpolitische Bemühung", sondern die Top-Schlagzeile “Wo ist der Netz-Minister?".
Als Urheber hat sich ein seltsames Autorentrio zusammengefunden, das (in der Wochenzeitung in nichtalphabetischer Reihenfolge genannt) vom Bertelsmann- und Hertha BSC-Urgestein Bernd Schiphorst (Bertelsmann 1979 bis 2000, Hertha seit 2000, vgl. Schiphorsts Lebenslauf in seiner weiteren aktuellen Position als Berater) angeführt wird. Seine Co-Autoren sind der an klangvollen Titeln auch nicht eben arme Berlin-Brandenburger Landesmedienwächter Hans Hege und der Medienanwalt Christoph Wagner, dessen offizieller Titel “Office Managing Partner” auf englisch vermutlich eindrucksvoller klingt als man sich das auf deutsch denkt. Jedenfalls erstaunlich… (weiter im Altpapier vom Do./ 12.1.)