Draußen setzt der Sohn der Direktorin Mülltonnen in Brand, drinnen drängen die Lehrer zum Fenster. “Auch ein Spaßvogel kann es soweit treiben, dass er fliegt", sagt Oberstudienrat Kühnle. Mit dieser Szene endet eine Folge der Webserie “Kollegium - Klassenkampf im Lehrerzimmer", die gerade in Berlin gedreht wurde… … … (weiter in der Berliner Zeitung)

Wg. Vollständigkeit noch drei Altpapiere nachgetragen: vom Mi./ 23.12.: “Gebühren für Kühlschränke und iPhones?”, vom Heiligabend: “Der ‘Tatort’ wird 750″, vom Mi/ 30.12.: “Das Nuller-Gefühl”
+++ What would Google do? Der kalifornische Internetkonzern präsentiert seinen neuen Service “Gotcha!” ©, der ab sofort den globalen E-Mail-Verkehr durchsucht und in Echtzeit in seine Suchergebnisse einbindet. Dieses Angebot steht vorerst auf der US-Seite google.com zur Verfügung, jedoch werden auch in anderen Sprachen verfasste und über andere Dienstleister als Google Mail verschickte E-Mails bereits einbezogen. Jeder Internetnutzer kann unter Angabe seiner E-Mail-Adressen und der Passwörter bis 31.Mai bei Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA postalisch beantragen, dass von seinen Adressen aus versandte E-Mails aus den von Google gelieferten Suchergebnissen entfernt werden ("Opt-out"). +++ … (große Jahresvorschau bzw. letzte Media-Theke in der künftig automatisierten Netzeitung)
… Daher muss regelmäßig Öl in dieses Feuer gegossen werden, sofern man nicht neues Totholz hineinwirft. In ungefähr diesem Sinne schaltete sich Georg Altrogge, Chefredakteur des derzeit umtriebigsten Mediennewsvermeldedienstes meedia.de, in die gestern auch an dieser Stelle skizzierte Debatte zwischen Stefan Niggemeier und der Springer-Presse ein… … … (weiter im Altpapier vom Do./ 17.12.)
… Facebook für Haustiere, Facebook für Haustiere, da war doch was, auf das man überall stößt - die flippige, teils sogar treffende Werbekampagne des Springer-Konzerns für seine Welt Kompakt-Zeitung. “Wir melden unsere Lieblinge bei Facebook an". Springer startet derzeit richtig durch. … … … (weiter im Altpapier vom Mittwoch/ 16.12.)
Was immer man den Journalisten vorwerfen kann: Dass sie einander zu wenig Preise verleihen, so zu selten auf ihre Leistungen aufmerksam machen und sich anschließend zu selten feiern, zählt nicht dazu… …. … (weiter in der Media-Theke der Netzeitung)
… … Noch nicht final geklärt ist die Frage, ob Google nun eigentlich gut oder böse ist. Im deutschsprachigen Raum gelangten jetzt führende Augoo… pardon: Auguren zu diametral unterschiedlichen Ergebnissen, und zwar jeweils … … (weiter im Altpapier vom Mi./ 9.12.)

… Sie alle lümmeln am Pool herum oder planschen darin, bespritzen einander mit Wasser und Cocktails, stibietzen einander die Hummer von den Tellern, biegen sich vor Lachen, knuffen und puffen sich. Und vor allem tanzen die Schranzen in Glanz’ Hofstaat immer wieder jubelnd-verzückt zu Musik, die erst nach Flamenco-Pop … … …
(über den ARD-Zweiteiler “Gier", weiter in der Media-Theke der Netzeitung)
“Wenn ich Sie jetzt naiv wie ein Kind fragen würde", hebt ein ungenannter Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Kulturnischensenders 3sat an, “was ist 3sat, wie würden Sie mir das erklären?” … … (weiter im Altpapier vom Di./ 1.12.)
Außerdem das Altpapier vom Montag/ 30.11.: “Elchkritiker im Spagat", natürlich zur Brenderlage.

… … Doch der Ausgang heute ist im Grunde egal. Falls Brenders Vertrag verlängert werden sollte, wird sich das System der sogenannten Staatsferne, die von amtierenden Ministerpräsidenten und Politikern der zweiten Reihe gremienweise kontrolliert wird, wieder unangefochtener fortsetzen lassen. Dann schiene es, als sei alles gar nicht so schlimm. Dabei ist die Kontrolle der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten eine der verkrustetsten Einrichtungen der deutschen Medienpolitik… … (Media-Theke der Netzeitung)
…mehr denn je. Geht es morgen 9:5 gegen ihn aus? Lohnt es doch wieder, Hoffnungen in die SPD zu setzen? Ausgerechnet die SPD?… … (weiter im Altpapier vom Donnerstag/ 26.11.)
Gestern am frühen Abend erhob der FDP-Politiker Hans-Joachim Otto, der inzwischen den Posten eines parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie bekleidet (oder sogar für “Informationsgesellschaft und Kreativwirtschaft", wie er sagt), seine klingende Stimme… … (weiter im Altpapier vom Mittwoch/ 25.11.)

Die Lage an den Print-gegen-Online-Fronten wird unübersichtlicher. Friedfertige Verleger überlegen, ein bisschen gegen Google vorzugehen und hoffen auf diffuse Gesetze. “niiu” bietet Zeitunglesen mit Surf-Anmutung. Aber der “Buchtrailer” gedeiht.
Anfang der Woche fanden in Berlin die Zeitschriftentage statt - eine hochvornehme Veranstaltung eines der beiden gut vernetzten Verlegerverbände Deutschlands. Ursprünglich war Karl-Theodor zu Guttenberg, als cooler, nach teuren Uhren süchtiger Baron Zeitschriftenstar von “Stern” bis “Zeit"-Magazin, für die Eröffnungsrede angefragt. Freilich war er da noch Wirtschaftsminister, als Verteidigungsminister… … …(weiter in der Media-Theke der Netzeitung)
“Oskar Lafontaines Erkrankung: Das Private wird politisch", hat Spiegel-TV hintersinnig unter das Online-Video geschrieben, das in gewohnt souveräner Entertainment-Infamie SPON-Nutzer informiert, wer der gerade durch eine Krebs-News in den Schlagzeilen befindliche Oskar Lafontaine nochmal ist (u.a.: “Lebemann", “wirklich ein Gourmet, muss man sagen", so ein ehemaliger Koch der saarländischen Landesvertretung in Berlin…). Was jetzt nicht in dem Video vorkommt… … (weiter im Altpapier vom Do./ 19.11.)
Und hier das Altpapier vom Mi./ 18.11., über Zeitschriftentage, Leistungsschutzrecht usw.
Meine Texte dieser Woche: Die Vermessung der Welt nach den Gesetzen und mit den Darstellern der deutschen Fernsehgenres Krimi und Schmonzette geht über Paris, Venedig und Istanbul hinaus. Jetzt wird Heiner Lauterbach Inspektor in Israel… …
(weiter in der Media-Theke der Netzeitung)
Zehn Jahre lang werde es noch Qualitätsjournalismus geben, prognostiziert die Wissenschaft. Ist das Glas halb leer oder halb voll? (Altpapier vom Donnerstag/ 12.11.)
Sowie das Altpapier vom Mittwoch/ 11.11. (Trending topic Robert Enke)
Das gab’s schon lange nicht mehr: einen richtig neuen Fernsehsender. ZDF-neo zeigt einem derzeit ziemlich kleinen Publikum zum Teil richtig gute Sendungen. Das Haupt-ZDF lässt derweil über 100 «Sternstunden der Deutschen» abstimmen, mit denen Guido Knopp auch auf Tournee geht. … …(weiter in der Media-Theke der Netzeitung)

Wie geht’s Deutschland? Naja. Daten werden ausgespäht, Sexualpraktiken manchmal auch, und überall wird Blut abgenommen. … … (Altpapier vom Donnerstag/ 5.11.)
Ab Dienstag um 22.15 Uhr ist “Stromberg” wieder auf ProSieben unterwegs. Jetzt sogar mit echter Fallhöhe. Schon in der ersten Doppelfolge vollzieht sich Bernd Strombergs tiefer Sturz vom designierten Gesamtleiter der Abteilung Schadensregulierung. Ausgerechnet beim bestens vernetzten Kantinenchef weicht er von seiner erfolgreichen “Erdmännchenstrategie” ab.

Und landet in einer kleinen Außenstelle der Capitol-Versicherung in einem ausgesucht versifften (Webcam) Durchfahrts-Kaff - Finsdorf, auf das eine vor allem unter Webdesign-Aspekten kongeniale Fake-Homepage seit Wochen Aufmerksamkeit lenkt. Von dort nimmt Stromberg mit unbändigem Optimismus, “wuppizack"… … … (weiter in der Media-Theke der Netzeitung)

Mein Altpapier der Woche: das vom Donnerstag/ 29.10. (über den ersten der Münchener Medientage) und das vom Mittwoch/ 28.10. (über all die Springerdebatten, nicht so richtig gelungen).

Wenn das Phänomen Günter Wallraff undercover durch Deutschland reist, liegt “Borat"-Humor manchmal ganz nah. Aber dem Alt-Multimediareporter völlig fern. Dennoch wird aus einem kleinem Kinoereignis ein gewaltiges Medienereignis, das alle Gemüter schön spaltet… … (weiter in der Media-Theke der Netzeitung)
“Sozialversicherungsstabilisierungsfonds” (ohne die Anführungszeichen) - der Sound der neuen Regierung… (Altpapier vom Donnerstag/ 22.10.)
Und das vom Mittwoch/ 21.10.: “I have my credit card ready” (u.a. über ergreifende Szenen, die sich in den Kommentarspalten der geplagten “New York Times” abspielen).

Kaum hat Schwarz-Gelb die Wahl gewonnen, sprießen neo- und wertkonservative Web-Angebote wie “The European” und das-tut-man-nicht.de aus dem Boden. Außerdem versprechen die “Blogjournalisten” und “Spredder” Schreibern, im Netz Geld zu verdienen. Inhaltlich der roteste Faden: Guido Westerwelle… … … (weiter in der Media-Theke der Netzeitung)
“…ein frischer Wind durch Deutschlands Printlandschaft. Das sogenannte Totholz sprießt derart aus dem Boden, dass jedem, der auch eine Idee für etwas regelmäßig Gedrucktes hat, fast schon wieder bange werden muss… … “(weiter Altpapier vom Mittwoch/ 14.10., u.a. über die individualisierbare Tageszeitung “niiu").
Und wg. Vollständigkeit: das Altpapier vom Dienstag/ 13.10., u.a. über die Präsentation der neuen Sat.1-Kernershow.
…Buch-Piraterie auf dem Kindle, wirre Professoren und Demokratie in Gefahr: Zumindest die Debattenkultur gedeiht prächtig. Heute schon das Geschäftsmodell überarbeitet? Anlass könnte bestehenAnlass könnte bestehen, wenn … … (weiter im Altpapier vom Donnerstag/ 8.10.).
Ferner das vom Mittwoch/ 7.10.
Und - aber erst ab Freitag, 10.10.: “Lose-lose-Situation für Olli und Harry” (große Schmidtpocher-Media-Theke in der Netzeitung)

Nächste Woche gibt es vom Montag bis Mittwoch zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr weibliche Stars der deutschen Fernsehunterhaltung als harte Thrillerheldinnen zu sehen: Am Montag und Mittwoch ist Christine Neubauer, das Auslastungswunder der öffentlich-rechtlichen Fiction, vor mexikanisch-amerikanischen Tarantino-Kulissen unterwegs. Es geht um Babyraub und Organhandel. Gleich am Anfang von “Heiße Spur” (Mo., 5.10. ZDF) sticht sie einem fiesen Mexikaner, der ihr Baby raubt, ein Auge aus. Noch bevor sie ohnmächtig niedersinkt.
Dazwischen hat es Yvonne Catterfeld als Judo-gewandte Polizistin in ausgesucht unglamourösen Berlin-Szenerien… … (weiter in der Netzeitung/ Media-Theke)
Birgt die Frage, ob Johannes B. Kerner nun Journalist ist, noch Sprengstoff? Oder wurde der Journalisten-Begriff hinreichend heruntergewirtschaftet/ entzaubert, um den vielbeschäftigten Talker, Werbeträger und Geflügelaufschnitt-Experten, kurz bevor er ins viel seltener mit Journalismusverdacht konfrontierte Privatfernsehen heimkehrt, ohne Weiteres einbeziehen zu können? … … (Weiter im Altpapier vom Donnerstag/ 1.10.)
Jammern und Jammen: Tränen in vielen Augen, bei Ex-Sportchef Wilfried Mohren wie auch bei den Betrachtern der jüngsten Anspruchs-Schmonzette zum Mauerfall-Jubiläum … … (weiter im Altpapier vom Mittwoch/ 30.9.)
Die neuen Portale der Woche: Aufmerksamkeits-Aggregator Hubert Burda lässt für Nachrichten.de googleartig hunderte Webseiten durchforsten. Ein Kirchen-Portal tritt hingegen eher Facebook-mäßig auf…

(Media-Theke in der Netzeitung)
…wenn das deutsche Fernsehen sich mit der Vergangenheit beschäftigt. Es gab sie zu Beispiel in Lengede, Mogadischu und Berlin. Die 2004 für Guido Knopps ZDF-Redaktion entstandene Dokumentation “Das Wunder von Bern"…
(Süddeutsche Zeitung, vermutlich vorübergehend frei online, über “Das Wunder von Leipzig - Wir sind das Volk” auf Arte)
Arnd Brummer - das ist der immer so zupackend lächelnde Chefredakteur des Supplements “Chrismon", das regelmäßig aus großen Qualitätszeitungen herausfällt - sagte den Satz: “Das weltweite Netz ist wie ein Meer.” Eine hübsche Metapher fürs Internet. Ganz besonders, wenn man mal in die Rolle von Meeresbewohnern wie z.B. Fischen schlüpft… (Altpapier vom Donnerstag/ 24.9.)
Das vom Mi./ 23.9. kreiste vor allem um Doris Heinze: Eine Autorin startet durch.
…aber nicht in Elefantenrunden. In den vielen Arenen des Fernseh-Wahlkampfs machen alle, was alle machen. Immerhin gewinnt die Netzpolitik ein bisschen Bedeutung… … (Media-Theke der Netzeitung)
Also Lindström statt Merkel (die mit ihrem Kanzler-Co die “Berliner Runde” absagte). Bzw.: Was die Politik kann - Sendungen “Sinn und Zweck rauben", “Kultur beschädigen” -, kann das ZDF selbst schon lange. (Altpapier vom Donnerstag/ 17.9.)
Und das vom Mi./ 16.9. (über Googles neues Peanuts-Kaninchen “Fast Flip").

…aber auch Fortbildung für Abgeordnete. Diese Woche brummte Berlin vor lauter Medienzukunfts-Ideen - dank Medienwoche, Internet-Manifest und Frank-Walter Steinmeier, dem mutigen Google-Gegner. Außerdem: Der Online-Trend zum Relaunch geht weiter… (Media-Theke der Netzeitung).
Das Internet-Manifest tut, was Manifeste tun müssen, und gebiert Diskussionsstoff… (Altpapier vom Mittwoch/ 8.9.).
Und Harald Schmidt betrieb mal wieder Journalistenverblüffung (Altpapier vom Donnerstag/ 9.9.).
Faszinierend? Hype? Der Mammutfilm “24 Stunden Berlin” spaltet die Gemüter. Außerdem: Verfolgungsjagden zu Fuß durch Leipzig, eine konsterniert dreinschauende Fernsehfilmchefin… (Media-Theke der Netzeitung)

Zehn Thesen zum prekären Zustand der Ex-Königsdisziplin auf Spiegel Online (zum Durchklicken, natürlich).
Sowie eine Betrachtung Doris Heinzes als Studioboss im Freitag.
Meine Altpapiere der Woche: über “24 Stunden Berlin” und über die Fernsehpreis-Nominierungen sowie jeweils natürlich die Doris Heinze-Causa.
Ein Film mit Günter Grass und Lech Walesa/ Sendungen zum Jahrestag des Weltkriegsbeginns sind kein Wohlfühl-Fernsehen. Das machte zum Beispiel die ARD-Dokumentation Der Überfall schon deutlich. Nun scheint 3sat…
(Süddeutsche Zeitung, über den Dokumentarfilm “Für Danzig sterben?", vorübergehend frei online).

«24 Stunden Berlin» und «Spiegel TV» füllen das Internet mit Videos, die ausgezeichneten Kurzfilme vom First Steps-Preis leider nicht. Außerdem: ein Magazin, das erst wieder erscheint, wenn die nötigen Anzeigen verkauft sind… (Media-Theke der Netzeitung).
(Vorläufig vollständigkeitshalber für diese Woche: das von gestern; und zweierlei - ARD-"Abgeordnet"-Vorbesprechung & First Steps-Vorschau - von mir aus dem Kölner Stadtanzeiger)
…zum Abruf auf sportschau.de: Nur eines der Themen aus der wieder keineswegs kurzen Media-Theke der Netzeitung (“Die Schäublisierung des Sports").
Außerdem diese Woche: zwei Altpapiere (über den Verbesserungsschub in der Medienlandschaft bzw. den Spon-Relaunch, über Twitter-Dikussionen rund ums Schwalmtal). Und noch ein Beitrag für die Digitale Wahlkämpfer-Reihe im Kölner Stadtanzeiger (über Mark Seibert/ Die Linke).

… …Welcher Partei oder auch nur Koalition der abschusswillige Innenminister angehört, lässt Pro Sieben völlig offen. An Wolfgang Schäuble erinnert er jedenfalls nicht. Dagegen wurde der aus aus unzähligen Schwedenkrimis bekannte Schweden Peter Haber vermutlich für die Rolle des bärbeißigen Flugkapitäns, der gegen Ende einen fantastischen Heldentod stirbt, angeheuert, weil er verdammt an Peer Steinbrück erinnert. … …
(Media-Theke der Netzeitung, die wieder einen weiten Bogen vom Pro Sieben-Fernsehfilm “Crashpoint” über den Online- und Fernsehwahlkampf bis zum bundestag.de-Relaunch zieht)
Oder wenigstens 35 Prozent sparen beim neuen Chris Anderson-Buch (das geht bei Abnahme von 201 Stück)? Das Altpapier ist ja immer auch eine Service-Kolumne.
… Lediglich in der Logik der gedruckten Zeitungen ist diese Nachricht noch von heute. Und für diese Frontlinie zwischen den aktuellen digitalen und den Holzmedien ist seit heute (jawohl) ein neuer Kampfbegriff in der Welt … (Altpapier)
Nun wird es emotional vor der Bundestagswahl: Frank-Walter Steinmeiers dezentrale Kampa setzt knallhart auf Respekt durch Mitleid oder äußerst unterschwelligen Humor. Martin Sonneborn ("Die Partei") droht eher durchzuknallen… (Media-Theke)
Außerdem diese Woche: Mit dem Boykott der Leichtathletik-WM findet die TAZ mehr Aufmerksamkeit, als (wahrscheinlich) ihre Berichte erregt hätten… (Altpapier)
Das Altpapier heute über Horst Schlämmers Breitenwirkung (und mit ihm getriebene Wortspielchen).
Anderthalb Wochen, nachdem es an dieser Stelle ausführlich um Klaus Barski ging, erlebte der Bücher schreibende Vermögens-Millionär am Mittwoch den bisherigen Höhepunkt seiner Fernsehkarriere: vor 3,17 Millionen Zuschauern in Frank Plasbergs Talkshow “Hart aber fair"… … (Media-Theke der Netzeitung, in der es aber auch ein wenig um die Webserie “Wir sind Größer als Groß” geht, der das Foto entstammt).

Und by the way: das gestrige Altpapier.

“Die gute Nachricht aus Berlin: Wer in der vergangenen Woche nach der ersten Aufregung über den deutschen ‘Geh nicht hin’-Wahlwerbeclip glaubte, das ohnehin prekäre Verhältnis der Deutschen zur Ironie verkrampfe sich noch mehr, kann aufatmen.
Die schlechte Nachricht … …” (Altpapier über die Auflösung der Geh nicht hin-Kampagne)
Wenn am Sonntag schon Bundestagswahl wäre und die die Sitzverteilung von den Abrufen abhinge, mit denen Internetnutzer sich die Videos der großen Parteien auf Youtube ansehen, dann läge die Linke mit insgesamt 1,3 Millionen Abrufen weit vorne… (Media-Theke der Netzeitung)

“Hubert Burda rockt erneut das netzbewusste Internet …” (Altpapier heute). “… Sehr indirekt soll die Youtube-guckende Jugend zum Wählen aufgefordert werden…” (Altpapier gestern)
Die verwickelte Story um einen romanschreibenden Superreichen und eine bloggende Ex-"Edelfeder” zeigt, wie demokratisch die Medienwelt geworden ist. Außerdem: Die eingestellte Zeitschrift “Galore” ersteht im Netz wieder auf… (Media-Theke der Netzeitung)
…bzw. das Düsseldorfer CDU/ WAZ-Skandälchen und Springers neue Musikpresse: Themen meiner Altpapiere in dieser Woche
Noch mehr “Real Life", aber auch Katastrophen, bei denen es wie gewohnt früher oder später Puff macht, und “24″ wird durchgereicht: ein Versuch, die aktuellen Ankündigungen der privaten Fernsehsender (dazu auch zwei aktuelle Artikel im KStA: über RTLs Ankündigungen und über das Aufrege-Event “Die Grenze” mit u.a. Thomas Kretschmann)

auf ein bis zwei Nenner zu bringen, in der Media-Theke der Netzeitung
… Dabei ist Schauspieler Dieter Pfaff doch gar nicht “Der Alte", sondern vielmehr der alte “Dicke", der ab heute abend auch wieder auf Sendung geht… (Altpapier)
Die ARD vermeidet in ihrer neuen Serie “GeldMachtLiebe” zwar geschickt Product Placement…

…aber das öffentlich-rechtliche Luxusproblem von immer mehr Hunde- und Schwedenkrimis bzw. immer mehr Immergleichem eskaliert in der Sommerpause (Media-Theke der Netzeitung).
[Und meine Altpapiere dieser Woche: über die medienjournalistische In-China-fiel-ein-Sack-Reis-um-News des Jeansverbots im ZDF-Nachrichtenstudio, über Angela Merkel auf dem großen Fest der DJS.]
Ob bei schönem Wetter in ziemlicher Enge drinnen gedrängt live, oder aus der Ferne via Internet und Twitter de- oder rekonstruiert: Diskussionen über das Ende des Journalismus machen befremdlichen Spaß (Media-Theke der Netzeitung).
Außerdem: meine Altpapiere der Woche (über die auch nicht unbefremdlich unterschiedliche Aufbereitung des gleichen von der Leyen-Interviews der “Zeit” online und gedruckt, und über weitere Journalismus-Diskussionen & Internet-Vergleiche).
Das war diese Arbeitswoche, meinerseits: eine Media-Theke darüber, wie sich das ZDF mit seiner Kanzler-Show ohne “Casting-Kultur” (ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender) zwischen die Stühle setzte, eine kleine Analyse der neuen Medienkonzern-Charts des IfM im Kölner Stadtanzeiger und natürlich zwei Altpapiere.
Die Kolumnen dieser Woche: wie RTL sich mit “EaP” beim Public Value verpokert hat (Media-Theke in der Netzeitung), und zwei Altpapiere.
Die Kolumnen dieser Woche: “Seid unsere Obamas!” über das “Open Reichstag"-Projekt des ZDF mit Youtube und weitere kavkaeske Aktivitäten in dieser Richtung (Media-Theke der Netzeitung)…
Außerdem zwei Altpapiere umständehalber v.a. über die Aufregung um RTLs “Erwachsen auf Probe"-Show.
… heißt der in jeder Hinsicht gemeine Ohrwurm, der als Titelsong der Webserie “Making Of Süße Stuten 7″ fungiert. Über die und überhaupt Serien fürs Internet sprach ich mit dem Regisseur und Autor Daniel Hyan. Das Interview erschien während eines kleinen Urlaubs in der Netzeitung.
Heute in der Media-Theke (Netzeitung): wie das Internet vor Mediatheken nur so brummt.
Außerdem auch in dieser Woche zwei Altpapiere)
Diese Woche von mir: (relativ) kleines Interview mit Wolf Schneider und ebenfalls in der Netzeitung (Media-Theke) eine Umschau über vloggende Journalisten.
Nicht zu vergessen zwei Altpapiere.
…habe ich ein zweiteiliges Interview mit Ex-RTL-Chef Helmut Thoma (Netzeitung, kürzer im Kölner Stadtanzeiger) geführt.
…vom Mittwoch (Delling, ARD-Brennpunkt, Hessejournal), vom Donnerstag (Facebook vs. StudiVZ, die Krise halt u.a….)
… Die andere Folge ist die Hybris, dass sich jedes Problem, vom Elfmeterschießen bis zur Privatinsolvenz, von der Prominentengatten-Insolvenz bis zum gespickten Kalbsfilet durch immer gleiche Meta-Experten service-orientiert betalken lässt… (Netzeitung, Media-Theke)
Johannes B. Kerner macht den Weg frei und ermöglicht dem ZDF einen Qualitätssprung von ungeahnten Dimensionen. Rund 650 Sendungen, die er dort in den Jahren 2010 bis 2014 hätte moderieren wollen, können nun anders gefüllt werden… (Altpapier)
… … “Reichweitenführer im Frauensegment", das war kein Funktionärsposten beim ehemaligen “Bund Deutscher Mädel", sondern ist der Titel, dessen sich brigitte.de erfreut. Kürzlich raunten Fachdienste…
(Altpapier, vor allem allerdings über Überraschungsgewinner beim Pulitzerpreis, den neuen Bremer Intendanten usw).
Wozu stellt man einen Dummy her? Nicht nur um ihn zu präsentieren, sondern auch zwecks Gedankenaustausch. Das sagte sich “Monopol"-Chefredakteur Cornelius Tittel, 32, und beschloss, nach vielen Diskussionen, einige geplante Änderungen beim Relaunch des
Kunstmagazins wieder “einen kleinen Tick zurückzudrehen"… (kressreport)
Von Google bis zum “Freitag": Die Auseinandersetzung zwischen neuen und alten Medien schlägt immer neue Purzelbäume. Außerdem: Jürgen Klisnmann als Gast-Chefredakteur zum 35. Geburtstag der “taz"?.. (Media-Theke der Netzeitung)
Endlich wieder good news. Vom Papiermedien-Markt. Für Berlin. Aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen… (Altpapier, u.a. mit kleiner Presseschau zur letzten “Schmidt & Pocher"-Ausgabe)
Am gestrigen Dienstag muss im Fußballlehrer Jürgen Klinsmann ein titanenhafter Umdenkungsprozess, einer von Kahn/ Lehmann’schen Ausmaßen stattgefunden haben… (Altpapier)
…Dass Reich-Ranickis Eklat-auslösende Kritik beim letzten Fernsehpreis, so sympathisch sie angesichts der Unterhaltungsprogramme von ARD, ZDF, RTL, Sat.1 & Co auch anmutete, analytisch das Niveau seiner Literaturkritik nicht erreichte, machte allerspätestens sein Auftritt beim Alles-Talker Reinhold Beckmann (siehe ARD-Mediathek) deutlich…
(Netzeitungs-Media-Theke, weitere Themen: Bildblog, “Integration” im Zeitschriftendschungel)
Dass Marcel Reich-Ranicki die ARD-Verfilmung seiner Autobiografie “erstaunlich gut” findet, weiß man ja schon aus dem Focus. (Und selbst wenn das Champions League-Rückspiel von Bayern München kommende Woche am Mittwoch statt am Dienstag stattfände… (Altpapier)
… Die FAZ tut Welte im Gegenzug den Gefallen, die Nachricht von der Amica-Einstellung unter den Überschriften “Eine für alles/ Patricia Riekel wird Herausgeberin bei Burda” beinahe so zu vermelden, wie sie das Haus Burda selbst in erlesenen Business-Euphemismen (…), mit kernigen Fotos der wichtigsten Beteiligten umrankt, gestern kommunizierte. (Altpapier)
… Prinzip: Während eine Handlung von sagenhafter Einfältigkeit abläuft, erscheinen neben dem Filmfenster Produkte wie T-Shirts (19.99 €) oder Tischkicker (599 €), die zum “Style” der gerade agierenden Filmfiguren passen und sich mit wenigen Mausklicks bei otto.de bestellen lassen… (Netzeitungs-Kolumne Media-Theke, über die Webserien “Deer Lucy” und “Wir sind Größer als Groß", Gratis-Spielfilme online, das Buch “No Economy - Wie der Gratiswahn das Internet zerstört” u.a.)
“…Jedenfalls hagelte es am gestrigen 1. April Meldungen, bei denen in Echtzeit schwer zu unterscheiden war, ob es sich um pflichtgemäß ersonnene Scherze oder halt einfach News handelte…” (Altpapier)
Die bekanntesten Fotos des österreichischen Schriftstellers Joseph Roth zeigen einen soignierten älteren Herren, dem man keinesfalls ansieht, dass er zum Zeitpunkt der Aufnahme erst Anfang 40 war. Filmaufnahmen von Roth existieren gar nicht, was bei Menschen, die in den 20er und 30er Jahren Bestsellerautoren waren, eher selten vorkommt… (Süddeutsche Zeitung, über das Roth-Porträt “Das bin ich wirklich; böse, besoffen, aber gescheit” auf 3sat)
… Ein Meta-Aprilscherz müsste hingegen einer sein, der offensiv thematisiert, dass es sich bei ihm um einen Aprilscherz handeln könnte… (Altpapier)
Ein Geschäfts-Chefredakteur geht. Product Placement im Fernsehen soll kommen, sagen die Medienwächter. Preise für Menschenwürde gibt’s von Beratern und der Tabakindustrie… (die neue Netzeitungs-Kolumne “Media-Theke”)
…, der sympathische Berater, noch einen Tick besser beraten gewesen, seine schöne Idee, Personen oder Institutionen, “die sich vorbildlich und erfolgreich für die Achtung, Förderung und den Schutz von Menschenwürde und -rechten einsetzen", pro Jahr mit einer Million Euro zu unterstützen … in einen anderen Namen zu kleiden als “Roland Berger Preis für Menschenwürde". (Altpapier)
Kleines Porträt des Journalisten Jochen-Martin Gutsch im gedruckten kressreport.
Die mächtigen Entscheider der deutschen Medienlandschaft sind großenteils nicht in Berlin ansässig, sondern in Städten vom Kaliber Hamburg, Stuttgart, Köln, Mainz, Offenburg, Gütersloh… In die Hauptstadt kommen sie vor allem, wenn es zu repräsentieren oder etwas anzukündigen gilt. In der Hinsicht war am gestrigen Dienstag einiges los in Berlin… (Altpapier, mein ungefähr 970.)
“Machen Sie mal was mit den Armen", sollen die drei Fotografen gesagt haben, als sie abends mit Karl-Theodor zu Guttenberg auf dem Times Square promenierten. Und der Minister… (Netzeitung)
Das Altpapier erscheint jetzt immer werktäglich auf dnews.de/altpapier.
“Und das Leben der Banker ist noch viel schriller und grausamer und perverser, als wir uns das vorgestellt haben. Da sind wir beide kleinbürgerlich. Wir hatten die Vorstellung von einer funktionierenden Maschine, vom Hochkapitalismus als etwas Effizientem…”
(Interview im “Freitag” mit dem Schriftsteller Ulrich Peltzer und dem Regisseur Christoph Hochhäusler)
“An Fernseh-’Oscars’ mangelt es zwischen Grimme-Preis und Deutschem Fernsehpreis ja nicht. Bitter benötigt allerdings wird eine Goldene Himbeere für unsere Fernsehindustrie, wie Hollywood sie als ‘Razzie’ für besonders schlechte Leistungen vergibt…” (taz, über “Kommissar LaBréa")
“‘Schäfer nach innen geflankt. Kopfball - abgewehrt. Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen - Rahn schießt’ und viermal ‘Tooooor!’: Herbert Zimmermanns nachträglich mit Filmaufnahmen zusammenmontierte Radioreportage vom Finale der Fußball-WM 1954 ist das bekannteste Sample im geläufigen Zeit-Historytainment…” (taz, über das “trimediale” ARD-Projekt “60 x Deutschland")
…Ihre Stärken vor großem Publikum sind ihre Begeisterung, wenn Prominente Heinz-Erhardt-Gedichte aufsagen, und die Fähigkeit, schlagerartige Musik so zu singen, dass zumindest wohlmeinende Betrachter rätseln können, ob das jetzt ironisch gemeint ist.” (über Ina Müllers Heinz-Erhardt-Show in der ARD, taz)
… Dann winkt die Chance auf eine kleine Sprechrolle in “Gute Zeiten, schlechte Zeiten". Das neue Castingportal yourchance.de bietet diese. (taz)
Stolzer Stuttgarter Sender (über Berlinale-Filme und deutsche Fernsehsender, Kölner Stadtanzeiger)
“Eher kellnern als PR machen” (kleines Porträt des Journalisten Christian Fuchs im kressreport)
“… Das ist auch gut so, schließlich ist der Krieg, der nicht so genannt wird, ein wichtiges Thema, das mehrmals auftauchen darf. Bloß ihren albernen Programmkrieg, in dem sie die vielen von den frisch erhöhten GEZ-Gebühren hergestellten Filme in direkter Konkurrenz zueinander senden, sollten ARD und ZDF bald beenden.”
(taz, über die Filme “Willkomen zuhause” und “Nacht vor Augen")
“Unter dem Motto ‘Verarscht in Berlin’ wurde vergangene Woche 36 Stunden lang gestreikt - erstmals in der Geschichte des deutschen Privatfernsehens…” (Kölner Stadtanzeiger)
“Einmal im Jahr lässt das ZDF seine Ermittler in einer ‘Nachtschicht’ (Montag, 20.15 Uhr) ermitteln - zu selten. Die Reihe hängt unglücklich zwischen ARD-Tatort und ‘KDD’…” (taz)
“Einerseits bleibt Guido Knopp natürlich Guido Knopp. Wie es in Geschichts-Dokus des ZDF zu raunen und dröhnen pflegt, raunt und dröhnt es auch in ‘Stauffenberg - Die wahre Geschichte’. Sprecher Christian Schult, akustisch bekannt als Synchronstimme Marlon Brandos und Werbespotstimme unter anderem von Audi, muss wieder die Geschichte des Zweiten Weltkriegs in der dritten Person Singular…” (taz)
“… Natürlich vernachlässigen die öffentlich-rechtlichen Sender ihren längst eingebürgerten Auftrag nicht, regelmäßig in netter Form überschaubare Verwicklungen mit deutschen Darstellern an exotischen Schauplätzen zu zeigen. An Filmen wie ‘Unsere Farm in Irland’, ‘Island – Herzen im Eis’ und ‘Unter der Sonne Uruguays’ wird auch 2009 kein Mangel herrschen. ARD und ZDF führen die Megatrends Eskapismus und Krimi sogar an neuen Schauplätzen kühn zusammen. Mit dem ARD-’Kommissar LaBréa’ aus Paris erobern sich deutsche Fernsehdarsteller erstmals…”
(kleine Fernsehjahres-Vorschau im Tagesspiegel/ 31.12.)
Hier sammelt Christian Bartels seine (Hyper-)Texte über Medien