… Ausgerechnet den uralten Begriff des Rundfunks, den die digitalen Generationen allenfalls mit dem Radio und kaum mehr mit dem klassischen Fernsehen assoziieren, im 21. Jahrhundert noch auszuweiten und so versuchen, das Internet unter Kontrolle zu kriegen, könnte gegen Ende der Diskussionen um den aktuellen Rundfunkstaatsvertrag ein ganz neuer Tiefpunkt sein… (DST olé: Das Altpapier vom Mittwoch/ 21.7.)
…und hier das Altpapier vom tatsächlich etwas sommerlochigen Donnerstag/ 22.7. ("Und am Ende ein Cliffhanger").
… Besonders erfolgreich war die Folge, in der Abdallah und Voit “nachwiesen", dass die Amerikaner 1969 trotz anderslautender Gerüchte wirklich auf dem Mond gelandet waren. Manchmal streitet er sich noch mit Kollegen, ob das nicht Verdummung war, sagt Voit. Er selbst würde das nicht sagen. Die Idee sei schon gut gewesen, nur “bei der Umsetzung war viel Luft nach oben", zumal die Produktion wegen ihres Erfolgs auch unter Zeitdruck geriet. Als die Sendung 2009 eingestellt wurde, war er schon ausgestiegen. Jochen Voit hatte erst mal Geld genug verdient, um mit der Busch-Forschung weiterzumachen…
(aus dem Tagesspiegel-Artikel “Das Historiker-Model” über Jochen Voit, Autor einer Ernst-Busch-Biografie und einst “Mystery Detective” auf Pro Sieben)
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[Und weil sich das Internet ja u.v.a. auch als “digitaler Leitzordner” (Voit) benutzen lässt, hefte ich hier jetzt mal zu weithin völlig internen Zwecken altes Altpapier ab, also meine bisherigen auf evangelisch.de: “Digitale Beunruhigung” (12.5.2010), “Das spätpubertäre Internet” (19.5.), “Google ins Gefängnis?” (20.5.), “Digitaler Imperialismus, kleine Revolutionen” (26.5.), “Das Papier-Problem” (27.5.), “Köhlerkrise und Goebombe” (2.6.), “Digitales Gruselkabinett” (3.6.), “Köhlers Rockschöße” (7.6.), “Freibier für Journalisten!” (9.6.), “Tschüß, Krombacher-’Tatort’” (10.6.), “Print unter Druck” (16.6.), “Der Tausendsassa” (17.6.), “iPads und Radiergummis” (23.6.), “Der Mesut Özil der WM-Kolumnisten” (24.6.), “Das Gemeinwohl und Lena” (30.6.), “Blumensträuße im Twitternetz” (1.7.), “Promis in der Haar-Hölle” (7.7.), “Die Yes we can-Mentalität” (8.7.), “Happy Problems” (14.7.), “Deutschland, Dein Jauch” (15.7.), “Gründet Institute!” (16.7.).]

Altpapier ist wieder da, hieß es an dieser Stelle vor 14 Monaten, als das ehemalige Netzeitungs-Altpapier auf dem Portal dnews.de des niederländischen (finnischen) Anbieters Sanoma Digital wieder auftauchte. Dort verweilte es genau ein Jahr. Nach neuerlichem, zweimonatigen Migrationsprozess ist das Altpapier nun auf dasaltpapier.de zurückgekehrt. Wieder immer werktäglich, im Prinzip ab 9.00 Uhr. Neuer Auftraggeber ist evangelisch.de.
Das Altpapier ging letzte Woche, begleitet von Medienmedien-Echo, wie es das zu Aufbruchs- und lebhafteren Zeiten leider selten gab (was aber auch daran lag, dass bislang nie im bzw. unterm Altpapier diskutiert werden konnte), in eine Frühjahrspause.
Über deren noch unbestimmte Dauer wird gerade geredet. Sobald feststeht, ob, wann und wo die älteste deutsche Online-Medienkolumne wieder auftaucht, lässt sich das hier (oder bei Twitter oder Facebook) erfahren.
…erstmal, ab 9. März, in eine konzeptionelle Pause. Und nicht zu Twitter und Facebook, wie der Tagesspiegel heute nahelegt. Das wären, so faszinierend einiges oder manches daran auch ist, keine idealen Orte für ein Format, in dem so gut wie jeder Satz deutlich länger ist als 140 Zeichen.
Dass nach der Pause das Altpapier in einer neuen, dritten Heimat wieder auftaucht, scheint durchaus möglich. Sobald es Neues über die Zukunft der ältesten deutschen Online-Medienkolumne gibt, wird via Twitter und Facebook informiert. Und auch an dieser Stelle steht dann natürlich etwas.
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[Meine letzten Altpapiere, denen am Dienstag erstmal noch eines folgen wird: vom Mi./ 3.3.: “Blanke Nerven”, vom Do./ 4.3.: “Krieg der Illustrierten”]
… im Altpapier:
… Einerseits scheint “Pressefreiheit” für die Verleger zu einem Kampfbegriff auf der Bedeutungshöhe von “Quartalsgewinn” zu degenerieren. Andererseits, falls Apples Geräte wirklich so wichtig werden, wie gerade viele Medienmanager glauben… … (Altpapier vom Mi./ 24.2.)
Und hier geht’s zu dem vom Di./ 23.2. (über die mit Metaphern aus DDR, Weltkrieg, Fußball und Schwaben geführte Brender-/ Schächter-Diskussion).
… Was in den immerhin 46 Zeilen, die die FAZ-Medienseite ihm verehrt, nicht vorkommt: Heinz Meier ist außer Loriot- auch Fassbinder-Schauspieler. Im gerade auf der Berlinale wiederaufgeführten, sehr sehenswerten Science-Fiction-Zweiteiler “Welt am Draht” von 1973 gehören ihm die ersten Szenen. In der Rolle des Staatssekretärs von Weinlaub gibt er dort mehrfach das klassisch-indignierte Loriot’sche “Ach!” zum Besten. … … (weiter im Altpapier vom Mi./ 17.2.)
(Und das Altpapier vom Do./ 18.2.: Land der Zeitungsschönheit)
… Klar, “erotischer Schwulst” u.v.a.m., diese “Axolotl Roadkill"-Szene, die Thomas Steinfeld in seinem Artikel auf der Helene-Hegemann-Themenseite des SZ-Feuilletons im letzten (online: vorletzten) Absatz zitiert. Aber immerhin verweist sie nochmal wieder auf den Themenkomplex Frauen und Schuhe. … … (Altpapier vom Donnerstag/ 11.2.)
An einem provinziellen Gymnasium machen der Aktionismus der neuen Direktorin und die Lehrer mit ihren unterschiedlichen professionellen Deformationen einander das Leben schwer. Davon erzählt die Webserie ‘Kollegium – Klassenkampf im Lehrerzimmer’, die seit 27. Januar auf 3min.de läuft. Zu sehen sind bekannte Gesichter… … (… weiter auf Zeit Online/ erschienen am 4.2.)
Auch schon älter, bloß wg. Vollständigkeit: die Altpapiere vom Mi./ 3.2. über Stefan Raabs “Nationale Aufgabe", vom Do./ 4.2. über Gabor Steingart und “Das Wunder von Düsseldorf” & vom Mi./ 10.2. über Googles “Buzz"-Buzz
Hier sammelt Christian Bartels seine (Hyper-)Texte über Medien