Reichweite allein reicht auch nicht

"Die Dose gibt's, die Dose nimmt's", bzw. ein österreichischer Milliardär stellt ein ambitioniertes Rechercheprojekt ein. "Millennial-Medien" für junge Leute geht's auch nicht gut. Jemanden zu blockieren, ist immerhin noch eine Interaktion, doch selbst damit könnte es vorbeigehen. Droht dem gesamtgesellschaftlichen Diskurs die große Tribalisierung? Außerdem: Hurra, die Bundeszentrale für Digitale Aufklärung ist da. (Altpapier vom Mi./ 5.8.)


Ach je, IRT

Deutschland hinkt bei der Entwicklung der digitalen Medien hinterher. Was sich daran nun ändert: Bald hinkt es weiter hinterher. Und wer war noch mal Medienminister in Nordrhein-Westfalen? Richtig, Ministerpräsident Laschet. Sowie: Donald Trumps TikTok-Politik mit Microsoft und TikTok Europas neuer Hauptsitz in Irland. Und die renommierte Deutsche Forschungsgemeinschaft erklärt, was "Cancel Culture" bedeutet. (Altpapier vom Di./ 4.8.)


Ein Plädoyer für mehr Anführungszeichen

In Texten fehlen oft Anführungszeichen, wo sie nötig wären, zum Beispiel in Berichten über türkische Gerichtsurteile ums Wort „Terrorpropaganda“ herum ... (medienkorrespondenz.de)


Vergessen zu werden bleibt schwierig

Die "absolute Erinnerung" lebt, die Pressefreiheit wurde doch nicht zu Grabe getragen: großes Medienecho aufs neueste Karlsruher Urteil. Blockiert Google bereits, und wenn eher zu viel oder zu wenig? Das deutsche NetzDG hat einen großen Fan – Präsident Erdogan. Die "erste ostdeutsche Verfassungsrichterin" kümmert sich bald um die "Tagesschau"-App. Außerdem: Warum sendet das ZDF keine "Derrick"-Folgen mehr? (Und wo es sie sehr wohl zeigt). Das Altpapier vom Di./ 28.7.


Der Vorteil von Sonntagszeitungen am Samstag

Ist Europäischer Plattform-Idealismus "mehr Öko als System"? Jedenfalls demonstriert die Süddeutsche Woke-heit mit einem "Wertepapier" und die FAZ  kurz vor Baubeginn ihres "Towers" drolligen Digital-Optimismus. Das Thema Gesichtserkennung wird unterm Radar der großen Öffentlichkeit vorangetrieben – weniger im Silicon Valley oder in China als 300 km von Berlin entfernt. Außerdem: Mister Rundfunkbeitrag" über die "lineare Mediathek" der Dritten Programme. (Altpapier vom Mo./ 20.7.)


Könnten Europäer, was Tiktok kann?

Die neueste Plattform-Initiative des BR-Intendanten Ulrich Wilhelm ist spannender als sie daherkommt. Die EU plant eine "große Umwälzung", die "die digitale Welt für immer verändern" könnte und zumindest unter Lobbyisten für rege Aktivität sorgt. Heute fällt die erste, aber kaum letzte Entscheidung in der Ironie-gesättigten Irland-Apple-Milliarden-Frage. Und kann auf Youtube Videos und Werbung anschauen, wer gar nicht auf Youtube verweilt? (Altpapier vom Mi./ 15.7.)


Die Medienpolitik will gar nicht verstanden werden

Die deutsche Medienpolitik ist spitze bei der Schöpfung abstruser Fachbegriffe. Hat sie eine Zukunft? Zumindest bekommt Deutschland nun ein Gesetz, das unter einem attraktiven Namen erstmals auch die Passwort-Herausgabe vorsieht. Und wie steht es um den europäischen Medien-Föderalismus? Irlands Datenschutzbehörde ist EU-weit für Facebook zuständig und besitzt "kafkaeske" Qualitäten. Aber jetzt ist etwas passiert ... (Altpapier vom Di./ 7.7.)


Von Google, Facebook und Twitter kommen keine Rechnungen

Hui, jetzt regnet es Millionen für die deutschen Presseverlage. Allerdings ist die Bundes-Presse-Subvention, kaum überraschend beschlossen, schon heftig umstritten. Und ums Geld von Google hagelt es auch Vorwürfe. Ist Journalismus bloß ein Info-Angebot unter vielen und sind Massenmedien definitionsgemäß nicht "smart"? Jedenfalls rät das Kartellamt von sog. Smart TVs ab. ... (Altpapier vom Fr./ 3.7.)


Ist die Presseszene noch eine Ausnahme?

Google kauft und spendiert, Facebook verdient etwas weniger und verspricht etwas mehr und das EU-Parlament tut was gegen Europas digitale Souveränität. Außerdem heftiger und gepflegter Streit mit Vertretern der Gedrucktes-Branche: Ein kleines Magazin erhebt Plagiatsvorwürfe und verzeichnet "explodierende Abo-Zahlen". Eine auch eher kleine Tageszeitung redete mit Rezo über Oberlehrer und Rapper und natürlich die Presse. (Altpapier vom Di./ 30.6.)


Die Musiktruhe als Vorgängerin des Smartphones

 Der Rundfunk ist noch keine 100 Jahre alt. Im Lauf der Zeit haben sich Rundfunkempfangsgeräte nicht nur ganz schön verändert, als eigenständige Geräte haben sie sich beinahe verflüchtigt. Radios schrumpften auf die minimale Größe von Chips, die wie viele andere in sogenannte Smartphones eingebaut werden. Oder wurden ... (weiter bei medienkorrespondenz.de).