Archiv für: 2010

Nur fast alles neigt zum Weitergehen

30.12.10 | von admin

Eigentlich wollte ich ganz gern eine ironische Jahresvorschau auf 2011 schreiben, so wie Ende 2008 (als es schien, als ginge es mit dem Altpapier zu Ende) als letztes Altpapier der Netzeitung und 2009 (als es statt mit dem Altpapier mit der Netzeitung zu Ende gegangen war) als letzte Medienkolumne der Netzeitung [etwas beschädigt auch noch online].

Nach einigem Nachsinnen scheint mir aber, dass so in jeder Hinsicht unvorhersehbare und unvorhersagbare (und wahrscheinlich allein in ihrer Unvorhersehbarkeit vergleichbare) Phänomene wie Konstantin Neven DuMont, Stephanie zu Guttenberg und Wikileaks das Genre der ironischen Medienvorschau verbrannt haben.

Meine letzten Altpapiere 2010: “Es ist eine App!” vom 22.12., “Verkleidete Verfremder” vom 23.12., “Breaking Flausch” vom 29.12. und “Alles neigt zum Weitergehen” vom 30.12.

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Männer um die 40

09.12.10 | von admin

Das Jahr 2010, auf das die Rückblicke jetzt geschrieben werden müssen, wird medienmäßig bemerkenswert von Männern um die 40 bestimmt, die auf Fotos oft etwas an verlorene Engel oder Prinzen erinnern, sich mit ihren kleinen Communitys zerstritten haben und dennoch ganz große Gegner angreifen: ihren Vater oder die Vereinigten Staaten von Amerika, wenn nicht gar den ganzen sog. Westen…

(Bzw.: meine Altpapiere vom Donnerstag/ 9.12. und vom Mittwoch/ 8.12., vor allem um Konstantin Neven DuMont, 41, und Julian Assange, 39).

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Wintereinbruch

02.12.10 | von admin

Die Frage, ob ARD und ZDF sich mehr trauen müssten, würden wahrscheinlich noch mehr Deutsche bejahen als Günther Jauch zum Bundespräsidenten wählen würden. Dass aber Schauspielerin Christine Neubauer, 48, sie ebenfalls bejaht, obwohl sie wie niemand sonst (oder wie allenfalls Fritz Wepper noch) davon profitiert, dass ARD und ZDF aus mangelndem Mut jedes Jahr jeweils jede Menge Christine-Neubauer- und Fritz-Wepper-Fernsehfilme herstellen - das erstaunt schon. Insofern sind wir gespannt aufs 99-Fragen-Interview Moritz von Uslars mit La Neubauer… (das aber leider nur als Vorabmeldung, nicht gedruckt vorlag, da der frühmorgendliche Kioskgang zum Altpapierkaufen am Donnerstag/ 2.12. wegen des Winters vergeblich war; volldigital ging’s aber auch. Vorher schrieb ich, mit ein paar Papierzeitungen das Altpapier vom Mittwoch/ 1.12., “2010 ist anders")

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Digitale Parallelgesellschaften

24.11.10 | von admin

“… …. Vielleicht ist sie, die Empörung, auch einfach Ausdruck der Partikularisierung der digitalen Gesellschaft, in der die eine Parallelgesellschaft sich über dieses und die andere sich über jenes empört, Berührungspunkte eher zufällig aggregiert werden und gar nicht zwangsläufig Konsequenzen haben müssen. Manche Kölner schauen halt nicht ins Internet, manche Medienbeobachter schauen halt nicht in Kölner Papierzeitungen. Ob überhaupt jemand recht hat, zeigt sich vielleicht später.” (aus meinem Altpapier vom Dienstag/ 23.11.)

Außerdem schrieb ich das vom Montag (22.11.: “Ist der Papst katholisch?”, vor allem rund um Benedikts XVI. weltsensationelles Interview)

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Schmetterling mit Spleen

19.11.10 | von admin

Vor allem Konstantin-Content bzw. DuMont-Thematik diese Woche in meinen Altpapieren: “Misshellige Situationen” (vom Mi./ 17.11.) und “Schmetterling mit Spleen” (vom Do./ 18.11.).

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Das Blog zum Film zur Radioshow

13.11.10 | von admin

… … Während “Alpha 0.7″ in der klassischen Form Fernsehen eher dank der originellen und mutigen Storyidee aus der Flut von Allerweltskrimis herausragt, geht der SWR im Netz einen Schritt weiter. Hier traut er seinem Publikum etwas zu, was das öffentlich-rechtliche Fernsehen leider selten tut: selbst erkennen zu können, was Fake ist. Dort herrscht eine durchaus raffinierte Doppelbödigkeit, die im Fernsehprogramm oft fehlt… (aus meinem Text übers “trimediale” SWR-Projekt “Alpha 0.7″ auf zeit.de)

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Einerseits alles geklärt, andererseits nichts

11.11.10 | von admin

Was auch immer man Konstantin Neven DuMont hält: ein Meister der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen ist er. Ein Versuch, die aktuelle Lage anhand der Echtzeit- und Medienmedien nachzuzeichnen, ist mein Altpapier vom Donnerstag/ 11.11. (“Das Leben ist schön”).
In “Digitale Ewigkeit” (vom Mi./ 10.11.) ging es um Helmut Markworts “Facebook für Tote", Schäuble & Offer auf Youtube und um Journalistenbücher.

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FSZG, KNDM, Weiler, Kummer

21.10.10 | von admin

Und weil’s ja im Altpapier-Alltag weitergehen, mein Altpapier der Woche: “Querschreiber mit Sonnenbrille” (vom Do./ 21.10., um Jan Weiler, Tom Kummer, Henryk M. Broder…); “Jede Menge Abgewäge” (vom Mi./ 20.10., v.a. um FSZG, KNDM).

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Das Altpapier wird zehn

19.10.10 | von admin

Wenn man alt genug ist und hinreichend Output erzeugt hat, kann man laufend Jubiläen begehen. So wie der “Tatort": Am 28. November 2010 feiert er 40-jähriges Bestehen. Dabei hat er erst Ende ‘09 seine 750. Folge gefeiert.

Das Altpapier ist mit dem “Tatort” so gut wie gar nicht zu vergleichen. Außer dass es schon einmal ein ganz bisschen seine 2000. Folge gefeiert hat (da schrieb “Süddeutsche Zeitung"-Starreporter Hans Leyendecker die Jubiläumsausgabe, in der er dann den “Tagesspiegel", der als einzige Tageszeitung übers Jubiläum berichtet hatte, des “Ranschmeißens” bezichtigte…), nun aber sein zehnjähriges Bestehen begeht. Dafür immerhin erschien die 3000. Ausgabe irgendwann völlig ungefeiert.

Wir feiern das Zehnjährige mit zehn Gastbeiträgen von bekannten Medienbeobachtern aus unterschiedlichen Ecken. Als Gastautoren zugesagt haben: ARD Aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke (den ich in meiner Presse-Rundmail vorhin dummerweise vergaß), “sueddeutsche.de"-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs, Sascha Lobo, Stefan Niggemeier, “journalist"-Chefredakteur Matthias Daniel, “taz"- Medienkriegsreporterin Silke Burmester, Teresa Bücker aka Fräulein Tessa, “medium magazin"-Chefredakteurin Annette Milz, Rüdiger “Daily” Dingemann vom Perlentaucher sowie Konstantin Neven DuMont.

Das eigentliche Jubiläums-Altpapier wird am 8.11.2010 Christoph Schultheis schreiben, der ein Jahrzehnt zuvor auch das allererste geschrieben hat. Dieses ist online wohl leider nicht mehr verfügbar, dafür aber das noch ältere Altpapier vom 6.11.00. Das jedoch erblickte, berichten Zeitzeugen, auch erst am 8.11.00 das Licht des Internet und lagerte damals gleich schon im “Altpapier-Container” für alte Altpapiere. Was damit zusammenhängt, dass dieser 8. November auch für die ganze (inzwischen muss man sagen: ehemalige) Netzeitung der Starttermin war. Aber das ist eine andere Geschichte, die jetzt wohl kaum gefeiert werden wird…

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Von Chile bis Düsseldorf

14.10.10 | von admin

… Aber müssen wirklich alle Erstumarmungen in unterschiedlicher Perspektive auch noch mit Pathosmusik unterlegt wiederholt werden (wie z.B. im ZDF-"auslandsjournal” gestern abend), müssen Heerscharen deutscher Experten Fernexpertisen abgeben und außer Straßenpassanten auch deutsche Kumpels befragt werden, was sie davon halten? Schwierige Frage… (die im Altpapier vom Donnerstag/ 14.10. aber auch nur angerissen wird, schließlich sind da noch die Münchener Medientage.
Im Altpapier vom Mi./ 13.10. ging’s um erste Bewertungen des künftigen ESC-Standorts Düsseldorf).

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Money For Nothing

08.10.10 | von admin

Mein Altpapier der Woche: Jene Mediengattung “Musikvideo", deren erste und größte Plattform MTV sich nun unter moderater Beachtung der mittelalten Bevölkerung ins Pay-TV zurückziehen wird, hat Radiostars wie Phil Collins, der weiterhin rund 250-mal pro Tag allein in deutschen Radios gespielt wird, dummerweise überhaupt nicht gekillt… (siehe Mittwoch/ 6.10.). Und am Donnerstag (7.10.) ging’s um die Breaking News der RTL2-Show mit Freifrau Stephanie von und zu Guttenberg

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Manifeste & Anstalten

30.09.10 | von admin

…also wieder neue Altpapiere: “Endlich wieder Manifeste” (vom Do./ 30.9. über Attacs “Financial Crimes Deutschland” und Klaus Lemkes “Hamburger Manifest"), “Neues aus den Anstalten” (vom Mi./ 29.9., über Personalien vor und hinter den Kulissen von ARD und ZDF).

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Die Rückkehr des Rückkehrers

16.09.10 | von admin

… …. Kurz vorher hat Interviewer Stephan Lebert gefragt: “Sie steigen also im nächsten Herbst wieder in die Mühle ein. Gibt es schon konkrete Pläne?", als sei ihm im Verlauf des bemerkenswert langweiligen Gesprächs entfallen, dass Schmidt ja auch in diesem Herbst, heute, wieder in die Mühle steigt. Oder als setze er unausgesprochen voraus, dass die diesjährige Schmidt-Show-Staffel völlig vernachlässigenswert bleibt. …

(aus dem Altpapier vom Do./ 16.9., u.a. über das diesjährige Harald-Schmidt-Interview der “Zeit"; erst recht war Schmidt auch schon im Altpapier vom Di./ 14.9. Thema; im Altpapier vom Mittwoch dazwischen ging’s eher um die “taz” bzw. die “Zukunft der Tazzigkeit").

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Dr. Google & Mr. Schmidt

08.09.10 | von admin

… … Zunächst wurde Google-Chef Eric Schmidt zur Begrüßung von Messe Berlin-Geschäftsführer Christian Göke in eine Reihe mit Albert Einstein gestellt, der nicht bloß auch schon einmal eine, äh, Funkausstellungs-Keynote gehalten hat, sondern sogar “somewhere up in the sky” (Göke) Schmidt zusehen und -hören würde.

Eric Schmidt, vom IFA-Sommergarten aus betrachtet

Was der Google-Chef dann allerdings lieferte, war eine mediokre Show, in der es zunächst von Allgemeinplätzen ("We help the computers and they help us") wimmelte, und die das Niveau eines durchschnittlichen QVC-Teleshoppings ("It’s pretty amazing") erreichte, als Google-Mitarbeiter unter dem sparsamen Applaus des Saalpublikums neue Kunststückchen aus dem Bereich der Spracherkennung vorführten. … …

(aus dem Altpapier vom Mi./ 8.9.)

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Prekariat und Blockwarte

07.09.10 | von admin

… Caroline Thomsons Satz “We must never forget, that we are spending other peoples’ money” hat es dwdl.de besonders angetan. Kann man sich solche Sätze zum Beispiel in Schweden vorstellen, wo das ZDF gerade die Dreharbeiten zu “Inga Lindström - Melodie des Windes” aufnahm? … (Altpapier vom Di./ 7.9. bzw. von der Berliner “Medienwoche")

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Das Modewort Qualitätsjournalismus

02.09.10 | von admin

… Am Rande geht es übrigens um diesen bekannten SPD- oder baldigen Ex-SPD-Politiker, der mit seinem Buch gerade durch die Fülle der ARD-Talkshows tingelt. Und auch zu dem Thema äußert sich Illner derart staatsfraulich, als könnte sie sich vorstellen, Steffen Seibert dereinst auch in seiner nächsten Aufgabe zu beerben…
(aus dem Altpapier vom Do./ 2.9.; und in dem vom Mi./ 1.9. ging’s natürlich auch nicht ohne Thilo Sarrazin)

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Talkshows sind Gesichtershows

27.08.10 | von admin
hart aber fair: Ralf Güldner, Wolfgang Clement
Screenshot: ARD/ WDR

… … Gern weitere 100 Folgen von “Hart aber fair", aber nicht unbedingt jede Woche, zweiwöchentlich oder monatlich würde auch ausreichen - und vielleicht dafür sorgen, dass über präziser umrissene Themen konzentrierter und aufschlussreicher diskutiert wird.
(so der Schluss meine Quasi-Live-Kritik zur 100. “hart aber fair"-Show in der ARD, geschrieben am Abend vor einem weiteren Altpapier [vom Do./ 26.8.]).

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Immer diese Weihnachtszeit!

25.08.10 | von admin

Minütlich wächst das Internet vermutlich um Tera- oder Petabytes neu gespeicherter Daten. Insofern wird das Wissen der Welt laufend immer noch größer, einerseits. Andererseits wachsen auch die Schwierigkeiten, den Überblick zu wahren, worum sich in der Mediensphäre ja auch das Altpapier bemüht…

(aus dem vom Mittwoch/ 25.8.; noch nachzutragen: das vom Mi./ 18.8. unter der zugegebenermaßen weniger attraktiven Überschrift “More of the same")

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Seibert in action

17.08.10 | von admin

…Das “heute-journal” nannte Seibert einen “Ex-Nachrichtenmoderator", mit dessen Vorstellung die Bundesregierung von allen alten, teils verschärften Streitthemen “nochmal abzulenken” versuchte. Holla! Wenn das ZDF auf einmal grundsätzliche Distanz zur aktuellen Bundesregierung beweisen wollen würde, wäre das ein erhebliches Verdienst Seiberts… (aus dem Altpapier vom Dienstag/ 17.8. über Reaktionen auf Steffen Seiberts ersten Tag als Regierungssprecher)

Im Altpapier vom Mo./ 16.8.: Lidl, Stasi, die Bahn ging es dagegen schon wieder um allerhand Google-Vergleiche.

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Hoppsala...

12.08.10 | von admin

…Google ist Adolf Hitler? Nein, Google ist eher Neville Chamberlain, anno 1938 britischer Premierminister. Den Hitler macht wohl ein Vertreter des hierzulande weniger bekannten US-Unternehmens Verizon: “Pass the sauerkraut, Herr Chamberlain” diktierte…
(Altpapier vom Do./ 12.8., u.a. über neue Google-Polemiken von Jeff Jarvis, Sascha Lobo…)

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streetview-deutschland@google.com

11.08.10 | von admin

… Tatsächlich ist Googles Darstellung des Themas, der ein süßes Spielzeug-Video vorangestellt ist, aufschlussreich. Im Sound, der klingt, als habe ein hochwertiger Übersetzungs-Algorithmus kalifornisches Justiziariats-Englisch direkt ins Amtsdeutsche übertragen… (aus dem Altpapier vom Mittwoch/ 11.8.)

(Und als Nachtrag: Matula, Google, Ruanda/ Altpapier vom Do./ 5.8.)

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Der Störenfried

04.08.10 | von admin

…oder: Suche nach Wahrheit. Mein langes, dennoch ursprünglich ungefähr doppelt so langes Porträt des umstrittenen Reichstagsbrand-Investigators Hersch Fischler (Tagesspiegel am Sonntag/ 1.8.)

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Aufbruchsstimmung in der Niedergangssaga

04.08.10 | von admin

… Freilich, wenn neben dem Video die Klickstrecke “12 Secure Jobs for the Next Decade” steht, in der als einer der zukunftssicheren Berufe “Mortician/funeral director” auftaucht und das Berufsfeld “Entrepreneurship” mit einem Foto aus der Hundemaniküre-Branche illustriert ist, dann mag sich die Newsweek-Belegschaft auch da unterschwellig etwas gedacht haben. … (aus dem Altpapier vom Mittwoch/ 4.8., vor allem über Sidney Harmans Kauf der Newsweek)

Und als Nachtrag: das Altpapier vom 29.7.

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Die Vernetzung der Welt

28.07.10 | von admin

… Das ist vielleicht das Schöne an der schlimmen Sache: Inzwischen verlinken alle einander, von Afghanistan bis New York, London und Hamburg und sogar innerhalb der irre ausdiffernzierten Parallelgesellschaften Deutschlands. Die Vernetzung der Welt hat diese Woche gewaltige Fortschritte gemacht. Ob das der Welt hilft, muss sich nun zeigen. (Altpapier vom Mittwoch/ 28.7.)

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DST olé

21.07.10 | von admin

… Ausgerechnet den uralten Begriff des Rundfunks, den die digitalen Generationen allenfalls mit dem Radio und kaum mehr mit dem klassischen Fernsehen assoziieren, im 21. Jahrhundert noch auszuweiten und so versuchen, das Internet unter Kontrolle zu kriegen, könnte gegen Ende der Diskussionen um den aktuellen Rundfunkstaatsvertrag ein ganz neuer Tiefpunkt sein… (DST olé: Das Altpapier vom Mittwoch/ 21.7.)

…und hier das Altpapier vom tatsächlich etwas sommerlochigen Donnerstag/ 22.7. ("Und am Ende ein Cliffhanger").

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Digitaler Leitzordner

20.07.10 | von admin

… Besonders erfolgreich war die Folge, in der Abdallah und Voit “nachwiesen", dass die Amerikaner 1969 trotz anderslautender Gerüchte wirklich auf dem Mond gelandet waren. Manchmal streitet er sich noch mit Kollegen, ob das nicht Verdummung war, sagt Voit. Er selbst würde das nicht sagen. Die Idee sei schon gut gewesen, nur “bei der Umsetzung war viel Luft nach oben", zumal die Produktion wegen ihres Erfolgs auch unter Zeitdruck geriet. Als die Sendung 2009 eingestellt wurde, war er schon ausgestiegen. Jochen Voit hatte erst mal Geld genug verdient, um mit der Busch-Forschung weiterzumachen…

(aus dem Tagesspiegel-Artikel “Das Historiker-Model” über Jochen Voit, Autor einer Ernst-Busch-Biografie und einst “Mystery Detective” auf Pro Sieben)

***
[Und weil sich das Internet ja u.v.a. auch als “digitaler Leitzordner” (Voit) benutzen lässt, hefte ich hier jetzt mal zu weithin völlig internen Zwecken altes Altpapier ab, also meine bisherigen auf evangelisch.de: “Digitale Beunruhigung” (12.5.2010), “Das spätpubertäre Internet” (19.5.), “Google ins Gefängnis?” (20.5.), “Digitaler Imperialismus, kleine Revolutionen” (26.5.), “Das Papier-Problem” (27.5.), “Köhlerkrise und Goebombe” (2.6.), “Digitales Gruselkabinett” (3.6.), “Köhlers Rockschöße” (7.6.), “Freibier für Journalisten!” (9.6.), “Tschüß, Krombacher-’Tatort’” (10.6.), “Print unter Druck” (16.6.), “Der Tausendsassa” (17.6.), “iPads und Radiergummis” (23.6.), “Der Mesut Özil der WM-Kolumnisten” (24.6.), “Das Gemeinwohl und Lena” (30.6.), “Blumensträuße im Twitternetz” (1.7.), “Promis in der Haar-Hölle” (7.7.), “Die Yes we can-Mentalität” (8.7.), “Happy Problems” (14.7.), “Deutschland, Dein Jauch” (15.7.), “Gründet Institute!” (16.7.).]

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Das Altpapier ist (schon) wieder da

11.05.10 | von admin
dasaltpapier.de

Altpapier ist wieder da, hieß es an dieser Stelle vor 14 Monaten, als das ehemalige Netzeitungs-Altpapier auf dem Portal dnews.de des niederländischen (finnischen) Anbieters Sanoma Digital wieder auftauchte. Dort verweilte es genau ein Jahr. Nach neuerlichem, zweimonatigen Migrationsprozess ist das Altpapier nun auf dasaltpapier.de zurückgekehrt. Wieder immer werktäglich, im Prinzip ab 9.00 Uhr. Neuer Auftraggeber ist evangelisch.de.

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Pause

19.03.10 | von admin

Das Altpapier ging letzte Woche, begleitet von Medienmedien-Echo, wie es das zu Aufbruchs- und lebhafteren Zeiten leider selten gab (was aber auch daran lag, dass bislang nie im bzw. unterm Altpapier diskutiert werden konnte), in eine Frühjahrspause.

Über deren noch unbestimmte Dauer wird gerade geredet. Sobald feststeht, ob, wann und wo die älteste deutsche Online-Medienkolumne wieder auftaucht, lässt sich das hier (oder bei Twitter oder Facebook) erfahren.

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Das Altpapier migriert mal wieder

05.03.10 | von cb

…erstmal, ab 9. März, in eine konzeptionelle Pause. Und nicht zu Twitter und Facebook, wie der Tagesspiegel heute nahelegt. Das wären, so faszinierend einiges oder manches daran auch ist, keine idealen Orte für ein Format, in dem so gut wie jeder Satz deutlich länger ist als 140 Zeichen.

Dass nach der Pause das Altpapier in einer neuen, dritten Heimat wieder auftaucht, scheint durchaus möglich. Sobald es Neues über die Zukunft der ältesten deutschen Online-Medienkolumne gibt, wird via Twitter und Facebook informiert. Und auch an dieser Stelle steht dann natürlich etwas.

+++
[Meine letzten Altpapiere, denen am Dienstag erstmal noch eines folgen wird: vom Mi./ 3.3.: “Blanke Nerven”, vom Do./ 4.3.: “Krieg der Illustrierten”]

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Kalter Medienkrieg

24.02.10 | von cb

… im Altpapier:

… Einerseits scheint “Pressefreiheit” für die Verleger zu einem Kampfbegriff auf der Bedeutungshöhe von “Quartalsgewinn” zu degenerieren. Andererseits, falls Apples Geräte wirklich so wichtig werden, wie gerade viele Medienmanager glauben… … (Altpapier vom Mi./ 24.2.)

Und hier geht’s zu dem vom Di./ 23.2. (über die mit Metaphern aus DDR, Weltkrieg, Fußball und Schwaben geführte Brender-/ Schächter-Diskussion).

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Die Nase meiner Ollen

19.02.10 | von cb

… Was in den immerhin 46 Zeilen, die die FAZ-Medienseite ihm verehrt, nicht vorkommt: Heinz Meier ist außer Loriot- auch Fassbinder-Schauspieler. Im gerade auf der Berlinale wiederaufgeführten, sehr sehenswerten Science-Fiction-Zweiteiler “Welt am Draht” von 1973 gehören ihm die ersten Szenen. In der Rolle des Staatssekretärs von Weinlaub gibt er dort mehrfach das klassisch-indignierte Loriot’sche “Ach!” zum Besten. … … (weiter im Altpapier vom Mi./ 17.2.)

(Und das Altpapier vom Do./ 18.2.: Land der Zeitungsschönheit)

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News and Shoes

11.02.10 | von cb

… Klar, “erotischer Schwulst” u.v.a.m., diese “Axolotl Roadkill"-Szene, die Thomas Steinfeld in seinem Artikel auf der Helene-Hegemann-Themenseite des SZ-Feuilletons im letzten (online: vorletzten) Absatz zitiert. Aber immerhin verweist sie nochmal wieder auf den Themenkomplex Frauen und Schuhe. … … (Altpapier vom Donnerstag/ 11.2.)

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Die Fünf-Minuten-Serie für Zwischendurch

10.02.10 | von admin

An einem provinziellen Gymnasium machen der Aktionismus der neuen Direktorin und die Lehrer mit ihren unterschiedlichen professionellen Deformationen einander das Leben schwer. Davon erzählt die Webserie ‘Kollegium – Klassenkampf im Lehrerzimmer’, die seit 27. Januar auf 3min.de läuft. Zu sehen sind bekannte Gesichter… … (… weiter auf Zeit Online/ erschienen am 4.2.)

Auch schon älter, bloß wg. Vollständigkeit: die Altpapiere vom Mi./ 3.2. über Stefan Raabs “Nationale Aufgabe", vom Do./ 4.2. über Gabor Steingart und “Das Wunder von Düsseldorf” & vom Mi./ 10.2. über Googles “Buzz"-Buzz

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Es ist ein Apple!

28.01.10 | von admin

Das vielleicht schon jetzt bestdokumentierte Ereignis in der Geschichte der Menschheit oder wenigstens ihrer Medien begann gestern gegen 19.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Und trotzdem zieren Fotos von Steve Jobs und seinem neuesten Dings nicht nur das unendliche Internet, sondern auch gedruckte deutsche Zeitungen… … (weiter im Altpapier vom Do./ 28.1.)

Das Altpapier vom Mi./ 27.1. befasste sich dagegen (bzw. ebenfalls) mit einem frischen Hauch von Aufbrauchsstimmung in den Medienmedien.

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Was macht eigentlich das Leistungsschutzrecht?

21.01.10 | von cb

… Im laufenden Jahrzehnt noch nichts gehört vom 2009 so vielverprechenden Aufreger. Bis gestern abend zumindest, als in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin unter dem Titel “Gottes Werk und Googles Beitrag” mal wieder erschöpfend darüber diskutiert wurde. … …
(weiter im Altpapier vom Donnerstag/ 21.1.)

Im Altpapier vom Mittwoch/ 20.1. ging’s u.a. darum, wie die Medienseite der Süddeutschen Zeitung das iPhone-PR-Desaster ihrer Online-Marketing-Abteilung ins Blatt nimmt.

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Keine Angst, der will nur flirten!

15.01.10 | von cb

Eine Höchstschwangere flieht vor einem intensive Cowboyblicke werfenden Mann mit Schusswaffe durch den Wald. Als er sie einholt… springt die Handlung erst einmal fünfundzwanzigeinhalb Stunden zurück, auf exakt 7.13 Uhr am Morgen davor: So beginnt am Donnerstagabend die neue Serie “Countdown", mit der sich RTL (nach der spanischen Originalidee “Cuenta Atras") mal wieder an einen deutschen Krimi heranwagt. Wie die Sache mit der flüchtenden Schwangeren und ihrem finsteren Verfolger ausgeht, erfährt man erst 40 Minuten (zuzüglich Werbung) später. Zwischendurch… … … (weiter bei Spiegel Online)

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Lesespaß

14.01.10 | von cb

… … Zum Ablauf der Ereignisse: Nachdem gestern Boltens Ablösung bekannt wurde, brachte die “German Free TV Holding” der ProSiebenSat1-AG eine Pressemitteilung heraus, die man unbedingt einmal laut lesen sollte. Sätze wie “Karl König (43) bisher kommissarisch Senior Vice President Content Strategy wird ab sofort Operating Officer German Free TV” machen unabhängig von ihrem Inhalt einfach Spaß. … … (Altpapier vom Do./ 14.1.)

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Die gute alte Mediennews

13.01.10 | von cb

Ja, sie lebt noch: die gute alte Mediennews, in der exklusive Infos aus großen Konzernen das Zitatekarussell in Schwung bringen, in der Medien-Männer des Jahres Geschichte schreiben und allein schon die Erwähnung ihrer Namen elektrisiert… (weiter im Altpapier vom Mittwoch/ 13.1.)

Meine Altpapiere der Vorwoche: “Die digitale Dampfmaschin” (vom Do/ 7.1.), “Superphones & Mediendarlings” (vom Mi./ 6.1.)

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Ende der (menschlichen) Netzeitung

10.01.10 | von admin

Seit Anfang des Jahres ist die Netzeitung automatisiert, um, wie Dr. Silke Springensguth, Geschäftsführerin der DuMont Net GmbH und promovierte Mediävistin, es hübsch formuliert, “die künftige Nutzung dieser Traditionsmarke zu gewährleisten".

Diese neue Netzeitung läuft in Kooperation mit nachrichten.de (Tomorrow Focus/ Hubert Burda) und bietet weithin die gleichen (fremden) Inhalte. “Warum man nun allerdings auch noch die schlechteKopie eines selbst noch nicht vollständig ausgereiften Portals nutzen sollte, erschließt sich selbst bei längerem Nachdenken wohl kaum jemandem", meint dazu dwdl.de.

Geschäftsidee dürfte vor allem sein, dank des recht gut googlebaren Archivs über Suchmaschinen den einen oder anderen Klick mitzunehmen: Die meisten Artikel der alten Netzeitung, mal abgesehen von solchen wie der 2010-Vorschau (noch im Google-Cache), lassen sich weiterhin aufrufen. Von circa 2400 Altpapieren, die von 2000 bis 2008 dort erschienen, sind noch einige hundert abrufbar - allerdings umformatiert und grundsätzlich entlinkt. Hypertextkolumnen (wie auch die hier bei 1001augen.de zuletzt häufig verlinkten Media-Theke-Kolumnen) lassen sich so natürlich überhaupt nicht mehr sinnvoll lesen.

Einerseits schade, weil so das nicht zwar nicht leicht nutzbare, aber wohl größte deutsche medienjournalistische Archiv der letzten zehn Jahre aus dem vermeintlich ewigen Internet praktisch entschwunden ist. Andererseits, wenn das ein wenig dazu beiträt, dass der klägliche Rest der Netzeitung bald ebenfalls verschwindet, auch wieder gut so.

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